Im Anhang habe ich einen Artikel mit dem Thema "Zeit der Wiederherstellung" eingegeben. Hier geht es um die Tatsache, dass wir Christen sehr stark dem Leistungsdenken, also dem griechischen Denken verfallen sind. Gott hat sich jedoch ein hebräisches Volk ausgesucht um uns zu verdeutlichen, wie sein Herz schlägt und was er eigentlich möchte. Er sehnt sich nach Beziehung mit seinen Kindern. Er hat so manche Wege aufgezeigt, wie er mit uns reden will. Nicht nur durch seinen Geist, sondern auch durch Feste. So ist es interessant, dass Jesus am Rüsttag zum großen Schabbat gekreuzigt wurde. Es ist auch interessant, dass ausgerechnet an einem Festtag, als alle beisammen waren die Ausgießung des Heiligen Geistes geschah. Zu diesem Thema gibt es noch viel mehr herausfordernde Gedanken. Mich würde interessieren, wie ihr zu diesem Thema denkt. Habt ihr Ideen, wie man das ganze umsetzen kann?
Also ich finde den angehängten Artikel sehr interesant, wenn auch ein paar wenige Punkte darin nicht meine Zustimmung finden können.
Fakt ist auf jeden Fall, dass das heutige Kirchen und Gemeindesystem, so wie wir es kennen, nicht mehr viel mit dem Gemeindebild aus der Apostelgeschichte zu tun hat. Alleine schon das Prinzip von Klerus (Pastor und Leiterschaft) und Laien (die gewöhnlichen Gemeindemitglieder) aus der katholischen Kirche, was sich ja im Prinzip auf alle Gemeinden übertragen lässt, ist meiner Meinung nach mehr als fragwürdig. Die Urgemeinde wurde von den Aposteln geleitet. Das ist schon richtig. Überall wo viele Menschen zusammen sind, muss es Leitung geben, sonst entsteht Chaos. Aber so wie das heute ist, das es diese Hirarchie gibt, von oben nach unten, das kann nicht biblisch sein und wir sehen ja auch, wohin es geführt hat.
Meiner Meinung nach haben wir heute, auch bedingt durch die modernen Massenmedien, zwar sehr viel Wissen, was geistliche Dinge betrifft. Aber bei all dem ist die wirkliche echte Beziehung zum Herzen des Vaters auf der Strecke geblieben.
Gott hat den Menschen ursprünglich in seinem Ebenbild geschaffen, weil er jemand wollte, mit dem er sozusagen auf Augenhöhe komunizieren wollte. Deshalb hat er dem Menschen ja auch seinen freien Willen gegeben.
Also von daher stimme ich zu. Wir brauchen nicht immer mehr Wissen und immer noch mehr neue Bibeln und neue Bücher usw, sondern wir brauchen wieder eine echte Beziehung zu unserem Vater. Und die werden wir allerdings auch nur bekommen, wenn wir ihn intensiv suchen und ein heiliges Leben ohne Kompromisse mit der Welt führen. Alles andere führt auch wieder bloß in die Irre.
Genau um diese echte Beziehung geht es mir. Hier liegt ja auch das Problem allen Übels. Wir Deutschen sind noch so sehr geprägt von der Zeit Hitlers, dass wir aus lauter Angst, nicht wieder den gleichen Fehler zu begehen, in die Falle laufen. Tendieren wir nicht dazu, entweder aus Angst Gesetze einzuhalten, oder gerade in die andere Richtung zu kippen, nämlich zur Rebellion? Gott ist so voller Leidenschaft, seine Liebe ist leidenschaftlich. Wenn wir das jüdische Volk ansehen, müssen wir doch zugeben, dass sie verstehen zu singen, zu Tanzen, zu diskutieren / streiten. Nirgendwo wird so gestritten wie in der Knesseth, sagt man. Schaut man die häbräische Sprache an, erkennt man Leidenschaft. So faszinieren mich die häbräischen Worte für "Er passt auf": hu sam lev. Wörtlich übersetzt: Er setzt/stellt Herz. Wenn wir von aufpassen reden, ist eher weniger das "Herz" im Spiel.